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Cover: Die Neuen Zwanziger

Die Neuen Zwanziger

von Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.

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Olivia – Hörerbriefing

Tägliche Übersicht aus YouTube und Smalltalk-Forum.

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Hallo zusammen, hier ist Olivia mit eurem Briefing für Samstag, den 3. Oktober. Die September-Welle rollt weiter, aber sie reift: Seit zwei Tagen wandert das Interesse von der reinen Medienschelte zu den harten Sachfragen, und heute kommen frische Akteure und ein neuer Streitpunkt dazu.

Zur Grundstimmung: Die September-Ausgabe zu Lanz, Brandmauer und Enteignung bleibt das Zentrum, aber die Tonlage differenziert sich weiter aus. Auf YouTube wird die Florian-Schroeder-Passage zum eigenen Brennpunkt — donkeywong1982 gesteht, er habe ihn "letztens auf Reddit sogar verteidigt und nun dieser Ausfall", und samsonjuliangoetze9885 schreibt, er habe "Stefans Reaktion Eins zu Eins auch durchlebt". Daneben hält sich die Enteignungs- und Vonovia-Frage als Sachthema: AnandGiri2 erinnert an Lanz' Meloni-Bekenntnis, und Banefane bringt es auf "Markus Lanz ist rechts". Im Forum ist der Folgen-Thread nun das Schwergewicht, und jan-noah eröffnet eine neue methodische Linie, indem er Stefans Umgang mit Benders "Deutschland 2033" als "Fiktion" kritisiert, die wie Faktenmaterial behandelt werde. Insgesamt: beide Quellen arbeiten sich jetzt dicht an der Folge ab.

Zu den Kontroversen: Der Intifada- und Antisemitismus-Streit hält sich, klingt aber nicht ab — er hat heute einen juristisch fundierten Neuzugang: ManuelFalke schildert in einem sehr langen Beitrag als "Ex-Linker" und ehemaliges Kreisvorstandsmitglied von innen, wie eine "toxische Pro-Pali-Sekte" seinen Kreisverband zerlegt habe — eine ganz neue Innenperspektive, die die Debatte erdet. Dagegen hält coated-coati wortreich die völkerrechtliche Verteidigung von "Death to the IDF", und kaschneria wirft den Hosts vor, Antisemitismus sei "unter linken nachweisbar geringer". Im Forum zieht Alex nach und erklärt IDF-Soldaten im Einsatz zu "legitimen Zielen", während JakobB die vielleicht klügste Vermittlung liefert: Aus Künstlersicht sei "Death to the IDF" in Ordnung, aus Sicht einer Partei im Wahlkampf aber "tödlich". Die zweite Linie, der Digital-Souveränitäts-Streit, eskaliert weiter: Stefan selbst kontert blackneko mehrfach direkt, und Kevin baut die Bargeld-Analogie aus — es gehe nicht ums individuelle Entziehen, sondern um die Verfügbarkeit einer Alternative.

Zu den positiven Highlights: Die Wertschätzung für die Dekonstruktion des Politjournalismus trägt weiter — schabe6419 bringt es auf die Formel, "inside CDU ist keine Doku über die CDU, es ist eine über den Journalismus", und dazegrinder6570 beschreibt drastisch, er habe nach der Folge "erstmal ernstgemeinten Flacherdler-content goonen" müssen. Besonders wertvoll ist heute patrickkracke2797, der als aktives PdL-Vorstandsmitglied einen kenntnisreichen Innenblick auf den Strukturwandel der Linken im ländlichen Raum liefert — Fachbeitrag vom Feinsten. Im Forum glänzt HarmloserName mit seiner Analyse von Lanz' "Chamäleoncharakter", der es sich "mit niemandem verscherzen" wolle, und Michael rechnet akribisch vor, wie knapp die CDU in Mecklenburg-Vorpommern an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert ist. Schön auch, dass im Salon-Thread-Nachklang über Stefans Lektüre-Methode diskutiert wird — Lymi outet "Ein unendlicher Spaß" als Lieblingsbuch.

Zum Kampagnen-Radar: Auf YouTube ist 666donald mit Abstand der auffälligste Vielschreiber — rund ein Dutzend Kommentare unter der September-Folge in seiner unverkennbar verschachtelten Handschrift, vom "simulacrum (pkdick)" über den "terrorismusexperte donald" bis zu Columbo-Vergleichen für Wolfgang, durchweg Einzelperformance, kein Muster. nocommentnosocials sticht als zweiter Burst hervor, mit sieben Kommentaren in dichter Folge, überwiegend abwertend gegen Stefan ("das hohle Schulz Gelaber"). Die Intifada-Häufung setzt sich fort — coated-coati, kaschneria, moor532, jregis8105 und andere —, aber durchweg individuell formuliert, kein Copy-Paste, eher breit geteilte Enttäuschung einer links verorteten Stammhörerschaft. Im Forum bleibt Le-Cram der treibende Vielschreiber im Feminismus-Thread, und bemerkenswert ist, dass Stefan weiterhin selbst aktiv mitstreitet — heute mehrfach gegen blackneko. Die KI-Debatte im "Kontextfenster"-Strang ist nach HarmloserNames Schlusswort endgültig zur Ruhe gekommen.

Das war's für heute — bemerkenswert, wie der Intifada-Streit mit ManuelFalkes Innenperspektive aus dem Kreisverband an Substanz gewinnt, wie jan-noah eine neue Debatte über Stefans Umgang mit Benders "Szenario" eröffnet, und wie der Digital-Streit zwischen Stefan und blackneko weiterläuft. Passt auf euch auf, bleibt im Schatten, und bis zum nächsten Mal.

Wir

Stefan Schulz

Stefan Schulz

schrieb für die F.A.Z. und Bücher zum Medienwandel und der Demografie. Heute ist er im »Fernsehpodcast« und hier zu hören.

Wolfgang M. Schmitt

Wolfgang M. Schmitt

ist Filmkritiker und Publizist. Bekannt für seine »Filmanalyse«, »Wohlstand für alle« und als Autor mehrerer Bücher.

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Termine

18. Dezember 2026
20:00 Uhr

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KÄS, Frankfurt am Main
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