Salon

03/2020Wir lesenNiklas Luhmann und schauen Westworld III, Folge I “Parce Domine”

„Wenn unsere Gesellschaft sich auf ein Symbol einigen müsste, so würde es vermutlich nicht der Kreis, nicht das Kreuz, nicht die Linie sein, sondern die schwindelerregende Exponentialkurve.“ So steht es auf dem Buchdeckel der 1975 von Niklas Luhmann geschriebenen und 2017 posthum veröffentlichten „Systemtheorie der Gesellschaft“.

So gilt es, aber erst durch eine Bedrohung wird uns die Normalität dieser Entwicklungen bewusst. Ausgerechnet jetzt beginnt Westworld, Staffel 3. Ihr Macher, Jonathan Nolan, will sie als „Wake Up Call“ verstanden wissen, zur Frage: „Wie viele unserer gesellschaftlichen Werte stehen auf dem Spiel?“ Der „Rüstungswettlauf“ in Westworld wird von der Technologie angezettelt, mit deren Fortschritt die soziale Evolution der Gesellschaft nicht mehr Schritt hält.

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Salon

02/2020Wir lesenA Very Stable Genius, versteckter Weltraum, Inside Dominic Cummings, Klima- vs. Umweltschutz, My Instagram

Text: Jens Soentgen über das Ende des Zwei-Grad-Ziels im Merkur – Buch: Wapo Journalisten über Trump als Very Stable GeniusText: Christoph Kapalschinski über Billigraketen vom Fließband im Handelsblatt – Text: Stefan Collini ist Inside the Mind of Dominic Cummings im Guardian – Text: Sibylle Anderl über Astronomen in Sorge in der F.A.Z. – Buch: Der Earl of Birkenhead, Frederick Edwin Smith 1930 über The World in 2030Text: Tanja Traxler und Peter Illetschko über Lichtverschmutzung im Standard – Text: Dayna Tortorici über My Instagram bei n+1 – Text: Sebastian Heilmann titelt Herde statt Werte bei Internationale Politik – Studie: Stanford-Ökonomen über den wahren Wert von Facebook

Der Februar-Salon ist ein einstündiges Gespräch von Wolfgang und Stefan über die genannten Texte. Du kannst es im Salon buchen. Du erhältst einen regulären RSS-Feed zum abonnieren in dem Podcatcher deiner Wahl.

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Episode

02/2020Wir lesenBlumenstrauß, Demokratiemathematik, Liberalismuslüge, autonome Waffen, König Zuckerberg

Am 5. Februar 2020 (dt. Zeit) wurde in Washington ein Manuskript zerissen und in Erfurt ein Blumenstrauß geworfen. Große Gesten zur Rettung der Demokratie, vollzogen von den Fraktionsführerinnen im amerikanischen Repräsentantenhaus und dem Thüringer Landtag. So groß aber die Gesten, so kompliziert die Gründe: Lässt sich Demokratie auf Parlamentsmathematik reduzieren? Die Frage ist eine Wette. Die thüringer Konservativen und Liberalen haben ihre verloren. Doch die amerikanischen Republikaner setzten sich durch. Der Wähler solle entscheiden, die parlamentarische Logik gilt nichts, wenn genauso gut der Wähler befragt werden könne. Wir diskutieren es heute im Detail, Wolfgang vertieft mit einem Rückgriff auf die Geschichte des politischen Denkens, dessen Theorie schon gruselt und dessen Praxis wir nun vorfinden.

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