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04/2024Wehrpflicht und Siegfähigkeit, Journalistenfragen, Höcke vs. Voigt, Indonesien, Anne Wills Podcast, Corona-Kosten

Wie redet man über Politik, und wer mit wem? Im Fernsehen findet recht viel Politik in Talkshows statt, könnte man denken, weil recht häufig Politiker an den Gesprächen teilnehmen. Wir hören heute mehrere Talkshows, aber nur die Fragen und suchen die Politik vergebens. Es geht um Musik, das Jagen und andere Hobbys. Außerdem ganz viel um Umfragewerte. Von der Schicksalhaftigkeit, die uns zum Zuschauen führt, ist nichts zu sehen. Ganz anders läuft es, wenn sich Journalisten raushalten und die Politiker fast unter sich sind. Dann weiß der eine, seine Schusseligkeit geht direkt aufs Konto des anderen. Wir schauen uns das Duell der zwei Thüringer Spitzenkandidaten an. Darüber hinaus heute: Indonesiens Untergang. Er ist sprichwörtlich zu verstehen und wird nochmal mit Kohle befeuert. Zu Beginn fangen wir den Zeitgeist ein. Wie ist die Jugend drauf, bevor nun die neue Wehrpflichtdiskussion beginnt? Nicht gut!

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Stefan
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Wolfgang
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Mathias

2 Gedanken zu „Wehrpflicht und Siegfähigkeit, Journalistenfragen, Höcke vs. Voigt, Indonesien, Anne Wills Podcast, Corona-Kosten

  1. Jürgen "Jurden" Girtler

    Journalistenfragen/@Wolfgang M.:
    Ich war bis zu meiner Pensionierung fast 14 J für das „M edientraining“ an der Verwaltungfachhochschule Hessen (mehrheitl. im Fachbereich Polizei) zuständig. Um bestimmte „Frage- Antwortmuster“ kennenzulernen begann ich mit „Sabine Christiansen“ , und später alle anderen ÖRR Formate. Es war so ätzend, sich das Woche für Woche reinzuziehen. Aber ich sammelte auch Snippets für das Seminar. Parallel hospitierte ich bei einem Kameramann des SWR, hatte zudem die Gelegenheit beim WDR den Verantwortlichen für „Maischberger“ kennenzulernen. Damals, ca. 2009/2010 sagte er, dass die Fragen schon mehrheitlich in der Woche vor der Sendung mit Studenten geübt werden, die die jeweiligen Gäste darstellen sollten. Zitat: „Wir haben unsere Sendezeit, die muß eingehalten werden. Da kann Sandra höchstens mal 2,3 Fragen „so“ stellen.“

    Ich lernte anhand eines Vortrages bei der Konrad-Adenauer-Stiftung von Thorsten Faas (damals Uni Mainz), dass die Rezibienten von Talkshows sich mehrheitlich „gut bis sehr gut informiert“ fühlten. Das ließ mich etwas verzweifeln. Zudem las ich eine Studie von Dr. Makrus Frey (Schweiz). Dieser „analysierte“ das Verhalten von Rezipienten, wenn dies Politiker sahen. Mit einer Skala von ca 20 Eigenschaften: sympathisch – unsympathisch; kompentent – inkomptetent, ehrlich -unehrlich usw. In einer zweiten Versuchsreihe digitalisierte (mit „uralter“ Technik) er die gezeigten Politiker und zeigte diese „Puppen“ wiederum unterschiedlichen Personen/Rezibienten.
    In beiden Fällen (Echtbild und digitalisierte Variante) wurden die Eigenschaften der Politiker/Digitalpersonen nahezu deckungsgleich bewertet. Zudem gab es Versuchsreihen mit Personen, die die Politiker (schon) kannten oder eben nicht. Bei allen Versuchsreihen wurde jedoch der TON AUSGESCHALTET. Die Rezibienten bewerteten also allein körpersprachliche Merkmale, Gesten, Haltung!!
    …………….
    Ich „fahndete“ weiter. Fand das „Dr Fox-Experiment“ (Standford?). Dort hielt ein Schauspieler vor FACHPUBLIKUM (Mediziner) einen Vortrag mit anschließender Fragerunde. Ich kürze ab: Keine Sau bemerkte etwas.
    Ich war skeptisch. Jedoch angefixt. Ich meldete mich bei einer Tagung für Biogasproduzenten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland in Fulda an. Mein Fachvortrag wurde (ich habe die Auswertung immer noch!) positiv bis überwiegend positiv bewertet. Auch ich wurde in Fachfragen verwickelt.
    ´“Lernte“ aber von Guy Goma. Dieser wollte einen Buchhalterjob bei der BBC. Geriet jedoch in die Vormittagssendugn und wurde als vermeintlicher Fachmann zu einem „Interneturteil“ von der Moderatorin befragt, die ihn für „echt“ hielt. Guy sonderte jedoch nur „Allgemeinplätze“ ab. Er kam aus dem französischsprachigen Afrika und konnte noch nicht einmlal richtig englisch.
    Kurzum:
    Es entscheidet im TV allein der Sympathiewert! – nicht die Antworten! (Anm. Natürlich muß alles wahr sein, was man sagt. Aber man muß nicht alles sagen)
    UNd wenn „man“ hart angegangen wird und souverän, sachlich und ruhig bleibt, dann gewinnt man sogar bei „politischen“ Gegner.
    Mit diesen Hinweisen (obwohl ich selbst strikter Gegner davon war, bin) trainierte ich Hessens „Goldfasane“ der Polizei. Zudem konzipierte ich „Gesicht und Stimme“.
    Bei den unterschiedlichen Skandalen, Vorwürfen oder im Rahmen von Einsätzen die mit Gewalt endeten oder gelöst werden m ußten sollte oder soll jetzt nur noch der oder die trainierte Person (und nicht der ranghöchste) Auskunft geben. Unter Berücksichtigung der o.g. Hinweise dazu mit passender (perfekter) Kleidung/UNiform – ohne Mütze!!).
    Der- oder diejenige, die es am besten kann tritt vor die Öffentlichkeit.
    Oft auch ein Problem bei Firmenskandalen.
    Ach, es gibt so viele Beispiele. Und wie Wolfgang M war ich anfangs am verzweifeln ob der Blödheit der Fragen (FragestellerInnen). Nach dem Studium und vielen, vielen persönlichen Tests/Versuchen etc. habe ich mich „ergeben“.
    Ich danke für euer Format.
    Grüße aus Montevideo – Jürgen

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  2. Tobias

    Lieber Stefan, lieber Wolfgang,

    ich feiere Euren Podcast und bin seit Ende des Jahres auch Mitglied des Salons.

    Nun hat mein Youtube-Algorithmus folgendes 13 Fragen Video zur Debatte um die Wehrpflicht auf meine Startseite gespült: https://youtu.be/NMKLYYTB2HQ?si=zPBhO_uD7nm-KLCU

    (Die 13-Fragen-Folge mit Wolfgang zur Erbschaftssteuer ist im Übrigen immernoch mein All Time Favourite).

    In jedem Fall ist obiges Video recht amüsant und unterstreicht verschiedenste dumme ideologische Positionen, die ihr schon öfter auseinandergenommen habt. Tatsächlich ist aber ein junger Mann vor Ort, der kühn und klug argumentiert und ebenso das Thema Demographie in den Blick nimmt.

    Vielleicht sind Ausschnitte des Videos ja passend für Eure „vor dem Salon“-Folge.

    Macht weiter so und herzl. Gruß
    Tobias

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