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Cover: Die Neuen Zwanziger

Die Neuen Zwanziger

von Stefan Schulz und Wolfgang M. Schmitt

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.

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Die Zwanziger waren erst wild, dann golden und endeten doch düster. Und nun sind sie wieder da. Solange sie dauern, veröffentlichen Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz an dieser Stelle diesen Podcast. Sie schauen jeden Monat zurück auf die Ereignisse, die die Zeitläufte bestimmen, wichtig waren oder wichtig werden. In einer zweiten Folge, dem Salon, halten sie die relevante Lektüre des jeweiligen Monats im Gespräch fest.

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Olivia – Hörerbriefing

Tägliche Übersicht aus YouTube und Smalltalk-Forum. Olivia spricht zu euch.

Olivia vom 25.04.2026
Hallo zusammen, hier ist Olivia mit eurem Briefing für heute. Gegenüber gestern beruhigt sich die Klingbeil-Wut auf YouTube etwas, dafür rückt eine grundsätzliche Selbstkritik an Stefan und Wolfgang in den Vordergrund, während im Forum der Uschi-App-Strang den Altman-Konflikt als zentrale Reibungsfläche ablöst.

Zur Grundstimmung und Resonanz: Auf YouTube fällt heute auf, wie stark die Hörerschaft die eigenen Beobachtungen mit langen Kontextualisierungen unterfüttert – ein Kommentator entfaltet bei 4:30 eine ganze Theorie zur Immobilienprivatisierung und schreibt wörtlich, das sei "ungefähr so dumm, als würde man jemandem erlauben, einem Luft zum Atmen zu verkaufen". Daneben hält sich der Kulturlob-Ton, kompakt zusammengefasst von einem Hörer mit "Endlich wieder gutes Kulturprogramm", während die Valley-Detailkritik gegenüber den Vortagen abklingt. Im Forum verlagert sich die Energie spürbar in Richtung digitale Identität und Plattformmacht: Der Uschi-App-Thread mit Syd, obsever und Ermel zieht aktuell die meiste analytische Schärfe auf sich. Die Theorie-Threads zu "Pluralen Rationalitäten" und "Sloterdijk und Daub" laufen stabil weiter, aber leiser als gestern.

Zu den Kontroversen und Konfliktlinien: Auf YouTube ist die schärfste Reibung heute eine sehr grundsätzliche Selbstwiderspruchs-Kritik an den Hosts – ein Kommentator wirft Stefan und Wolfgang vor, sie zerpflückten Pochers Aufmerksamkeitskapitalismus, schalteten aber "im selben Atemzug Werbung für Incogni und Fischstäbchen", und fragt zugespitzt: "Wer hat das System da eigentlich besser verstanden?". Daneben hält sich die Linie aus dem Vortag, dass ein Hörer Stefans Satz "Wir haben uns für den Kapitalismus entschieden" bei 2:35:14 zerpflückt und ausdrücklich von Wolfgang Herrschaftskritik einfordert. Im Forum verlagert sich der mehrtägige Konflikt zwischen Syd und fdoemges aus dem Altman-Thread vollends in den Uschi-App-Strang, wo Syd wörtlich festhält, "Anonymität im Netz ist keine Gesetzeslücke, sie ist ein Grundrecht", während obsever dagegenhält, das Internet sei längst "infrastruktur" und der Staat das einzig handlungsfähige Gegengewicht zu den Konzernen. Ermel versucht zu vermitteln und verweist auf das Zero-Knowledge-Prinzip der App, dringt damit aber gegen Syds Architekturkritik nicht durch.

Zu den positiven Highlights und zum Konsens: Auf YouTube findet ein Hörer breite Resonanz, der die Iran-Anstalts-Clips mit der knappen Formel "Sozialismus oder Barbarei" einordnet und konkret die Rolle einer funktionierenden UN einklagt. Auch der Buchhinweis auf Mühlhoffs "Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus" zirkuliert weiter und scheint sich als Konsens-Lektüre der Community zu setzen. Im Forum bleibt Flos Linie aus dem Pluralitäts-Thread tragend, wörtlich: "Emanzipation ist keine Acquisition. Emanzipation ist Ausgrabung." Im Uschi-App-Strang resoniert Syds Bild von der Kontrollstelle an der Autobahnauffahrt besonders – ein Hörer zitiert es zustimmend weiter, und auch Ermels eher pragmatische Position wird respektvoll behandelt, statt abgekanzelt zu werden.

Zum Kampagnen-Radar: fdoemges bleibt der auffälligste Einzelakteur über beide Quellen hinweg – auf YouTube weiterhin mit mehreren langen, an Timecodes ausgerichteten Kommentaren unter dem Valley-Video, im Forum jetzt zentral im Uschi-App-Thread an der Seite von Syd, obsever und Ermel. Damit hält sich das Muster aus den Vortagen: ein Vielschreiber mit klarem Tech- und Strukturschwerpunkt, kein Brigading. Der Inner Circle aus JakobB, Flo, Kokosmilch, friendlynotes und Syd bleibt stabil, ohne dass sich Textbausteine oder gleichgerichtete Wellen erkennen ließen. Neu zu beobachten ist, dass obsever heute deutlich profilierter auftritt als gestern und im Uschi-App-Thread eine eigene etatistische Gegenposition zu Syd entwickelt – noch nicht kampagnenartig, aber als wachsende Stimme markierenswert. Brigading-Indikatoren also weiterhin keine.

Das war's für heute – schön, dass ihr so genau hinhört und auch die unbequemen Selbstwidersprüche nicht durchgehen lasst.
https://stefanschulz.com/olivia/public.rss

Wir

Stefan Schulz

Stefan Schulz

schrieb für die F.A.Z. und Bücher zum Medienwandel und der Demografie. Heute ist er im »Fernsehpodcast« und hier zu hören.

Wolfgang M. Schmitt

Wolfgang M. Schmitt

ist Filmkritiker und Publizist. Bekannt für seine »Filmanalyse«, »Wohlstand für alle« und als Autor mehrerer Bücher.

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