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Wir lesen05/2020Voßkuhles Abschiedsparty, Zuckerbergs Kolonialisierung, Männerwelten, Entschwörungspraktiken

Andreas Voßkuhle verabschiedet sich mit einem EZB-Urteil-Paukenschlag aus dem Bundesverfassungsgericht. Zu dumm, dass im Coronastress jeder Schulden braucht, sogar die Bundesregierung. Wir erleben eine ulkige Geschichte mit unseren Verfassungsorganen, in der der Bundespräsident am besten Haltung wahrt, Mario Draghi Goethe auf deutsch zitiert und Angela Merkel am Ende wieder alle rettet. Man könnte auch sagen: Männer, was erlaubt ihr euch? Wir blicken auf Pro7-Männerwelten, ein Projekt mit Strahlwirkung, und schönem Feigenblatt fürs Privatfernsehen. Dass uns derzeit Hobbytheorietiker mit ihren Verschwörungsideologien plagen, sagt jeder. Dass man aber auch die eigenen Überzeugungen hinterfragen kann, hat sich noch nicht sehr herumgesprochen. Wir geben heute Tipps. Zum Schluß gehen wir noch dem umtriebigen Mark Zuckerberg nach. Er versucht gerade wieder in Indien, wofür man ihn nach dem ersten Versuch schon aus dem Land geworfen hat: Kolonialisierung. Die Krisen kommen ihm recht. Vom Problem “Fake News” ganz zu schweigen.

Kommt zu uns in den Salon. Im nächsten besprechen wir die besten Lektüren aus dem Mai.

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Mathias
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7 Gedanken zu „Voßkuhles Abschiedsparty, Zuckerbergs Kolonialisierung, Männerwelten, Entschwörungspraktiken

  1. albatros

    Alles ziemlich richtig erfasst, vielen Dank fürs Aufgreifen des Urteils. Als ich es las, war ich einigermaßen entsetzt. Aaaber: Es heißt: oi-ge-‘ha. Den EuGH gibt es nämlich schon seit 1952, also lange vor der Gründung der EU durch den Vertrag von Maastricht 1992/1993.

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  2. Ldizzle

    Danke für den tollen Podcast. Vor allem der Teil zum Urteil des BVerfG war fantastisch zusammengestellt und kommentiert! Ich muss allerdings sagen, dass ich das teilweise nicht glauben kann wie doch eine relativ leicht verständliche Theorie des Geldes doch von so vielen politischen Profis falsch verstanden wird. Und man sich dadurch das Leben selber so schwer macht…so weird

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  3. Nicolai

    Ohne auf die Sinnhaftigkeit einzugehen, möchte ich darauf hinweisen, dass Mailab in ihrem Video über die Grenze von 1000 aktiven Fällen in Deutschland und nicht von 1000 neuen Fällen am Tag spricht.
    Dies wurde bis heute nicht erreicht.
    Die Aussage im Podcast, dass man das schon Anfang Mai erreicht hätte und gar nicht die 56 Tage gebraucht hätte ist somit falsch.

    Ob die Grenze von 1000 aktiven Fällen berechtigt ist, möchte ich nicht beurteilen. Diese Kritik macht sie aber selbst auch im Video.

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    1. Stefan Beitragsautor

      Ok, ich werde es mir nochmal anschauen. Danke für den Hinweis.

    2. Christian

      So hatte ich das Video auch verstanden, wollte gerade ähnlich kommentieren.

  4. AlienObserver

    Guter Umgang mit Verschwörungstheorien. Ich hatte schon immer die Verschwörungstheorie, dass man Gefahr läuft Verschwörungstheoretiker zu sein wenn man heterodoxe Standpunkte vertritt und das es eine Mittel der Unterdrückung von Kritik ist wenn man Leute die sich vor Chemtrails fürchten mit denen die gerne wissen würden ob jetzt Lee Harvey Oswald wirklich alleine gearbeitet hat sprachlich in einem Topf schmeisst und als Verschwörungstheoretiker bezeichnet.

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